Bei meinen vergangenen Reisen bereitete ich mich intensiv auf das Land, Gegend oder Stadt vor – was will ich sehen und erleben – dieses Mal war das nicht der Fall. Völlig entspannt war ich bereit für ein Männerwochenende und ließ alles auf mich zukommen. Natürlich kannte ich ein Bild der kleinen Meerjungfrau und wusste, dass die dänischen Kronen als Zahlungsmittel verwendet werden, doch wie eine Geldmünze oder ein -schein aussieht wusste ich nicht – und weiß ich auch nach diesem Wochenende nicht. Als Fußballfan sind mir allerdings die Laudrup-Brüder ein Begriff und ja, ich weiß, dass LEGO ihren Firmensitz in Dänemark hat. Sonst muss ich gestehen, kannte ich nicht viel über Dänemark oder Kopenhagen – mal schauen wie das Wochenende wird…

Mit einem freundlichen und perfektem dänischen „Hej“ wurden wir von unserem ehemaligen Kollegen und Freund Peter mit einem 6-pack Bier in Kopenhagen empfangen. Das hatten wir auch dringend nötig nach einer knapp 8-stündigen Anreise von Salzburg über Wien (Zug) nach Kopenhagen (Flugzeug). Erst mal den Durst stillen. Dann beginnt für mich der Moment, an dem ich die ersten Eindrücke sammeln kann: sauber, international, freundlich, sportlich. Die Stadt ist für Radfahrer ausgelegt und nicht für Autos, die Radwege sind breiter als die Straßen für Autos, es wird Rücksicht genommen und man hat auf dem Rad Respekt gegenüber den anderen. Deshalb beschlossen wir unserer sightseeing tour mit dem Rad zu erledigen – wir erkundeten die touristischen hotspots wie die kleine Meerjungfrau, die königliche Oper, den alten Hafen als auch den neuen Hafen. Die Neugestaltung des Reffens bietet dabei ein optisches als auch kulinarisches Highlight: durch upcycling der vorhandenen Materialien wie Hütten, Container, Paletten und Fässer entstand dabei ein neues Flair und zeigte sich kulinarisch von der besten Seite. Mit internationalen Speisen und Getränken befanden wir uns im Paradies – somit aß ich zum ersten Mal in meinem Leben „Ceviche“ und „duck fat fries“, dazu ein kühles blondes – ein Gedicht.

 

Leckerbissen & Highlights

Die kulinarischen Leckerbissen lassen sich auch beim „food hall market“ verköstigen – Köstlichkeiten aus aller Welt finden hier ihre Abnehmer. Auf den Spuren von Tim Mälzer in seiner Kitchen Impossible Folge stand auch ein Besuch im Slurp Ramen an. Auch das Nachtleben bietet viel Abwechslung: gute Musik, gute Getränke und offene Menschen. Viele junge Leute treiben sich in Bars wie Joleen & der Cuba Bar rum und zeigen sich äußerst liberal. Um sich selbst davon zu überzeugen lohnt sich auch ein kurzer Abstecher ins Christiania. 

Fazit und Ausblick

Was mich sehr beindruck hat ist, dass Kopenhagen eine bargeldlose Stadt ist – egal ob in einem Eisgeschäft am Hafen, Busticket oder eine Zeitung aus dem Kiosk – man zahlt nur mit Karte. Der technische Fortschritt und Entwicklung der dänischen Hauptstadt wird auch anhand der Miete von Fortbewegungsmittel sichtbar: ob Radmiete oder E-Scooter-Miete – man benötigt eine App am Mobiltelefon und kann sich damit sein Geschoss ausleihen. App öffnen, freie Fahrräder werden angezeigt, auswählen und mit der App kann man einfach das Fahrradschloss öffnen. Los geht’s.

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Ich habe noch ein paar Stunden – was würde ich tun?

Bei meinem nächsten Kopenhagen Besuch würde ich gerne ein bisschen in einem „hot tub“ relaxen – ein kleiner Spa Bereich mit Whirlpools, Sauna und Bars – siehe copenhot. Außerdem könnte man seinen sportlichen Horizont erweitern, ein Kanu schnappen und am Meer paddeln oder ein Partyboot (goboats) mieten – dabei kann Sport & sightseeing perfekt kombiniert werden indem man die Kanäle der Stadt abfährt und gemütlich bei einem Bier genießt.

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